Michael Enslein

Autor & Regisseur, gelernter Informatiker. Studierte Theater- und Literaturwissenschaften in Berlin. Produziert seine Theaterstücke gemeinsam mit einem festen Schauspielensembles in Berlin und arbeitet an einem Widerständischen Theater. In dieser Zusammenarbeit entstanden u. a. die Theaterabende „Schau mich bitte so dumm verliebt an“ oder „Das Unrettbare Ich“. Inszeniert derzeit die Solo-Performance „On/Off!“ (11.12.15) und das Familienstück „Zuhause“ (28.1.16). Arbeitet zudem als ausgebildeter Theaterpädagoge mit Kindern und Erwachsenen. Mitinitiator des Autoren-Theater-Festivals „Stundenhotel“, Gründer des Künstlernetzwerks Theater-Küche-Produktion, sowie Verantwortlicher für das Theaterprogramm des Festivals „Wilde Möhre“. Ensemble Enslein arbeiten an einem Widerständischen Theater, das die alltäglichen Suchbewegungen und Selbstvermittlungsversuche in ihrer Widersprüchlichkeit veranschaulichen will.

Kontakt: menslein@gmx.de

 

Ensemble Enslein arbeiten an einem Widerständischen Theater, das die alltäglichen Suchbewegungen und Selbstvermittlungsversuche in ihrer Widersprüchlichkeit veranschaulichen will.

Das Widerständische Theater spricht, weil es sprechen muss. Theater werden aus einer bestimmten Zeit und einer bestimmten Energie geschaffen. Wir leben in einer Zeit des beengten Raumes. Das Sprechen des Widerständischen Theaters will diesen Raum öffnen, um den Beteiligten die Möglichkeit zu verschaffen, sich in ihm neu zu positionieren. Beengte Räume entstehen durch Dramaturgien des Nicht-Hinterfragbaren, wie den Mythos, das Natürliche, die Technokratie, das Paradigma und die Alternativlosigkeit. Diesen Strategien setzen wir das Wissen um das historische Gewordensein, die Veränderbarkeit der Verhältnisse entgegen. Den Raum aufzureißen, heißt die Rhetorik des Gleichen zu unterbrechen und das Andere zu behaupten, zu formulieren. Diese Bewegung ist die Energie des Widerständischen Theaters.
Unsere Arbeit ist tendenziös: Alles, was die Verhältnisse einer Gesellschaft stabilisiert, nennen wir Polizei. Alles, was die Verhältnisse einer Gesellschaft wandelt, nennen wir Politik. Eine Politik, die den Anteilslosen einen Anteil verschafft, ist die Haltung, aus der heraus wir Theater machen.